首页 > 外贸口罩工厂 > Sexismus in der Games-Industrie
产品分类
企业图片

    此公司没有发布企业图片!

相关产品
新闻资讯

Sexismus in der Games-Industrie

2020-07-05 05:48:58     外贸口罩工厂     97 次

"Wollen wir mal rammeln? Dann pushe ich dich auch in meinen Videos." Solche und ähnliche Sprüche hat Jasmin vor fünf Jahren öfter zu hören bekommen, als sie noch eine Gamerin war, die über ihr Hobby nur vor kleinem Publikum auf YouTube berichtet. Es seien männliche YouTuber mit vielen Followern gewesen, die ihr diese Angebote machten. Bekannte Gesichter. "Für mich war das nicht überraschend. Ich hatte damals schon akzeptiert, dass so der Umgang im Gamingbereich ist."


Anne Wernicke


Die letzten Wochen haben sich so viele Frauen, nichtbinäre Personen und auch vereinzelt (queere) Männer zu Übergriffen und Missbrauch in der Videospielindustrie geäußert wie nie zuvor. Es sind Menschen, die in Entwicklerstudios arbeiten, Fans von bekannten Streamern und YouTubern und auch Mitarbeitende in der Gamingpresse, die davon berichten, belästigt, vergewaltigt, unter Druck gesetzt oder gemobbt worden zu sein. Einige der von ihnen beschuldigten Streamer haben Hunderttausende oder sogar Millionen Follower.

Mit der Videostreamingplattform Twitch kündigte eines der wichtigsten Unternehmen der Gamesbranche an, dass Streamer dauerhaft gesperrt werden könnten, die sexistischer Übergriffe beschuldigt werden. Die inzwischen zum Techkonzern Amazon gehörende Plattform steht seit Jahren wegen zaghaften Vorgehens gegen sexistische Kommentare und Beiträge in der Kritik.

Überraschen können die aktuellen Aussagen daher kaum. Sie scheinen viel mehr Symptome von grundlegenden Problemen in der Gamingindustrie zu sein. Probleme, die offenbar auch in Deutschland vorkommen, wie Gespräche mit Streamern aus Deutschland zeigen.



Jasmin (Nachname ist der Redaktion bekannt) hat inzwischen 629.000 Abonnenten auf YouTube, 115.000 Follower auf Twitch. Sie ist bekannt unter dem Namen Saftiges Gnu. "Würde ich heute noch mal solche Angebote von YouTubern erhalten, würde ich damit an die Öffentlichkeit gehen und Namen nennen - das habe ich in den Jahren gelernt", sagt sie.

Dass zuletzt so viele Anschuldigungen öffentlich wurden, befürwortet sie: "Ich finde es gut, dass sich immer mehr Menschen trauen, laut zu werden. Viel zu lange kam direkt der Vorwurf, dass man nur Aufmerksamkeit will, wenn man offen über Belästigungen und Missbrauch spricht."

Schon in ihrem ersten Job, in einer Videospielredaktion, habe ihr einer von zwei Chefs eindeutige Angebote gemacht. "Der hat mich belästigt, obwohl er Frau und Kinder hatte." Damals studierte sie Neue Medien, wollte in diesem Job erste Erfahrungen in der Branche machen. "Ich habe eine Mail an den zweiten Chef geschrieben, ihm geschildert, dass ich belästigt wurde", berichtet sie. Doch da die beiden Chefs befreundet waren, sei nichts passiert. "Ich bin dann gegangen." Diese Kumpelkultur sei ein großes Problem der Branche: Männer mit Macht, die sich gegenseitig kennen und schützen.

Heute kann Jasmin von ihrer Arbeit als Streamerin und YouTuberin leben. Sie möchte nun einem Netzwerk beitreten, in dem User gesperrt werden, die in einem dieser Kanäle beleidigend oder übergriffig geworden sind.


"Wer eine Frau beleidigt oder belästigt, der wird das auch bei anderen tun. Darum wird dieser User bei allen Kanälen gesperrt, die Teil des Netzwerks sind." Das Netzwerk funktioniert über einen Discord-Server, der mit Twitch-Kanälen verknüpft ist. Für sie könne ein solches Netzwerk von YouTubern und Streamern eine große Änderung bringen. Denn das Problem der Gamingbranche liege nicht nur in den Chefetagen der Firmen, sondern auch bei einigen Gamern.

"Männer holen sich Männer ins Team"

Wie verbreitet Sexismus unter Gamern sein kann, zeigt auch ein Blick in die Chats innerhalb der Spiele oder auf Gamerforen auf Plattformen wie Discord oder Steam. Immer wieder kritisieren Spielende, dass sexistische Beleidigungen hier Alltag seien. Ein Test von "Motherboard" zeigte 2018, dass auch die Entwickler der Spiele teilweise nur einen Bruchteil der rassistischen, sexistischen oder antisemitischen Kommentare löschen - selbst wenn diese gemeldet würden.


Anne Wernicke streamt unter dem Namen KyloAnne, hat 6.144 Follower auf Twitch und für sich einen Weg gefunden, mit Übergriffen im Chat umzugehen. "Ich habe User, die ich gut kenne, zu Moderatoren gemacht. Die stellen die störenden User stumm oder werfen sie direkt raus", sagt sie. Ihr Ziel sei, eine Onlineumgebung zu schaffen, in der niemand belästigt wird.

Auch sie sieht einen Teil des Problems bei den Gamern selbst. "Viele haben Scheuklappen auf, wollen Sexismus, Rassismus oder Homophobie in der Branche einfach nicht sehen", sagt sie. Daher gebe es zu selten wirkliche Konsequenzen für die großen Firmen. "Es wäre ja durchaus mal möglich, ein Spiel nicht zu kaufen, von dem man weiß, dass etwa Frauen in der Entwicklung schlimme Erfahrungen gemacht haben", sagt sie. Die Konsumenten und Konsumentinnen müssten selbst laut werden, wenn diese Fälle ans Licht kommen. Den Menschen, die von ihrem Missbrauch berichten, den Rücken stärken, damit die Angst geringer wird.

Auch die Kumpelkultur in den Firmen kenne sie, da sie selbst schon für einige Videospielmedien gearbeitet hat. "Da holen sich Männer andere Männer ins Team, die sie kennen. Zu selten kommen Menschen von außen rein, die dann sehen würden, was da strukturell schiefläuft", sagt sie. Besonders wenn es um wichtige Positionen gehe, handele es sich um einen kleinen Kreis, der das unter sich ausmacht. Obwohl es sich um eine Milliardenindustrie handelt, kenne fast jeder jeden, und vieles werde einfach verschwiegen. "Belästigungen, Machtmissbrauch, krasse Arbeitszeiten bis zum Crunch - das sind alles Symptome eines großen Missstands."

"Das muss sich jetzt einfach ändern"

"Das muss sich jetzt einfach ändern", sagt sie. Und es müsse in den Führungspositionen beginnen. 2019 hat die IDGA in einer Umfrage festgestellt, dass 64 Prozent der Firmen, die teilgenommen haben, Richtlinien gegen sexuelle Belästigung implementiert haben. "Das Problem ist aber, dass diese zu oft nicht angewendet werden, die Führungsetage achtet zu wenig darauf", sagt Renee Gittins.

"Jede Person, die redet, steht für Dutzende, die nichts sagen"

"Was wir erst mal brauchen, ist die Anerkennung des Problems - in allen Bereichen der Industrie", sagt Renee Gittins. "Und dann braucht es mehr Diversität in den Führungsetagen. Wenn die Gamingbranche größtenteils von einer Gruppe - weißen, heterosexuellen Männern - geführt wird, werden die Probleme nicht enden, denn dann werden sie zu großen Teilen erst gar nicht als Problem erkannt."

Es dürfe niemanden mehr überraschen, wenn wieder Betroffene davon berichten, was ihnen in der Gamesbranche passiert ist. "Denn ich weiß: Jede Person, die redet, steht für Dutzende, die nichts sagen."



0


(免责声明:此文内容为全球号刊发或转载企业宣传资讯,仅代表原作者个人观点,与本网无关。全球号系全球信息小语种多语言发布平台,全球买卖网仅提供信息存储空间服务。企业宣传资讯仅供读者参考,并请自行核实相关内容。)
我来说两句
广告
相关新闻
● 亚马逊禁上口罩 为防止哄抬口罩、洗手液价格
热门新闻推荐
● 德国军舰或将19年来首次经过南海 外交部是如何回应的? ● 传统家居中的必备家具——缅甸花梨红木材质中堂六件套 ● 想要茶室有逼格?那肯定少不了这些气度非凡的熙源红木茶桌 ● 特朗普卸任后首次演讲!暗示可能会参加2024年总统大选 ● 为何别墅装修都偏爱红木家具? ● 瑞士宣布谨慎放宽防疫措施 最终决定将于24日公布 ● 德国大型连锁超市Lidl总部遭邮件炸弹袭击 三人受伤 ● 德国疫情最新消息:全球冰激凌行业巨头德国工厂爆发大规模聚集性新冠感染事件 ● 中欧班列疫情中逆势而行 德国港口装卸量创新纪录 ● 最高检:4种劝酒出事要负法律责任 千万别乱劝酒! ● 比特币再创历史新高,一度升至 5万美元/枚 ● 中国究竟有几位财神爷?众说纷纭,有据可查的就有九位! ● 大年初五迎财神:五位财神,五种生财之道 ● 继英国后,中国国际电视台CGTN在德国也遭停播,可能失去整个欧洲播放权 ● 这星期全德国都在关注:德国柏林那个失踪2年的未成年女孩Rebecca Reusch ● 离婚时被媳妇分了快一半的家产的跨境电商巨头重新夺回全球首富宝座! ● 第二次封锁期间德国人购物行为的变更:卫生纸不受追捧,这些商品更受欢迎 ● 用德语如何介绍春节你知道吗?
热门产品推荐
热门店铺推荐